April 2024

"Seid stets bereit,
jedem Rede und Antwort zu stehen,
der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die euch erfüllt.“
- 1. Petrus 3,15

Die Bereitschaft für das einzustehen, was man denkt, tut oder unterlässt ist eine nicht mehr selbstverständliche Haltung in unserer Zeit. Das Einfordern von Rechten dominiert vor der damit einhergehenden Einsicht in Pflichten. Was den einzelnen, wie die gesamte Gesellschaft damit schwächt, weil der Anschein erweckt wird, dass jeder, nach dem Selbstverständnis seiner Identität, tun und lassen kann, was ihm beliebt.

Der Apostel Petrus richtet sich in seinem Brief an Christen. Er fordert sie dazu auf Rede und Antwort zu geben, wenn sie angefragt sind, was die Hoffnung in ihrer Christusnachfolge bedeutet. Anders gesagt: Was bewegt Christen Hoffnung gegen Verzweiflung, Hoffnung gegen Untergangstimmung und Hoffnung über den Tod hinaus zu haben? Hoffnung ist in ihrer grundsätzlichen lebensbestimmenden und lebenserhaltenden Dimension angefragt. Besonders dann, wenn Weltuntergangsstimmung vorherrscht, wenn das Destruktive stärker zu sein scheint als das aufbauend Gute, in der Art von Gerechtigkeit, Freiheit, Wahrheit, Frieden und Liebe.

Besonders nach der Auferstehung Jesu Christi von den Toten ist Hoffnung im Zeichen von Kreuz und dem Durchbruch zum Sieg über alle Höllen und Teufel dieser Welt und des Diabolos in Person gegeben. In diesem Bewusstsein steht Hoffnung für ein lebenswertes Leben, für die Berechtigung nicht an der Ungerechtigkeit, der Unfreiheit, der Lüge, dem Unfrieden und dem Hass zu verzweifeln, sondern allezeit daran festzuhalten, dass der errungene Sieg alle Hoffnung wert ist, weil er sich letztlich als solcher erweist.

Hoffnung beinhaltet Vertrauen und Glaube. Hoffnung wird nicht diskreditiert, auch wenn es die Ungeheuer in Menschengestalt zu allen Zeiten in ihrem Umfeld anders zu beweisen suchen. Die Macht der Mächtigen ist gebrochen, weil sie nicht den Sieg erringen, ohne für Tod und Verderben zur Rechenschaft gezogen zu werden. Ihre Angst vor Machtverlust ist bereits ein Indiz dafür, dass ihre Tage gezählt sind.

Hoffnung den Hoffnungslosen, Frieden den Vertriebenen, Gerechtigkeit denen, die Unrecht erdulden, Liebe für die, die sich ungeliebt sehen – all das ist in der Hoffnung eingefangen, die all jene erleben, die an die Befreiung von Sünde und Schuld vor Gott durch Jesus Christus wissen und sich danach sehnen.

Wie gut, dass Petrus das von Christen einfordert, was nur sie, weil sie es persönlich erlebt haben, weitergeben können: Hoffnung und Erfüllung eines sinnvollen und schließlich ewigen Lebens. Letzteres wird die Belohnung für nicht aufgegebene Hoffnung im Diesseits sein.

(KRB)

Zurück