Januar 2019

„Gott spricht: Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken;
der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde."
1. Mose 9,13 

 

Wir sind im Rückblick auf die letzten Jahre immer wieder von großen Regenmassen, die weltweit auf die Erde herabkamen, überrascht, erschüttert und nachdenklich geworden. Millionen Menschen waren betroffen, teilweise um ihr Hab und Gut gebracht, teilweise sogar um ihr Leben gekommen.
Wenn solche Unwetter kommen und Verwüstung und Elend hinterlassen, so ertönt zu Recht in allen Medien der Hinweis auf den hierfür verantwortlich zu machenden Klimawandel. Doch dieser ist eine Folge von dem unverantwortlichen Handeln des Menschen. Wir meinen, gelenkt durch unseren Glauben an den Fortschritt und geblendet durch unser Machtstreben und den damit verbundenen Glauben an menschliche Allmacht, dass wir das schon in den Griff bekommen. Klimakonferenzen und die hier getroffenen Abmachungen sollen uns eine bessere Zukunft ermöglichen. Stichworte wie Co2-Ausstoß-Reduzierung, umweltfreundliche Technologien, Elektrifizierung soweit als möglich etc. kennzeichnen das menschliche Bemühen um Bewahrung der Schöpfung. All das ist gut, ja geradezu unverzichtbar, unterstellt man, dass die Diagnose für die erlebten Wetterkatastrophen zutreffend ist. 

In dem biblischen Bericht über die weltweite Sintflut, die alles unter Wasser stellte, so dass nur wenige, die Rettung in der Arche fanden, überlebten, zeigt eine andere Diagnose für das damals erlebte Drama des Untergangs allen Lebens auf der Erde. Die Ursache hierfür war die Gottlosigkeit der Menschen. Gottlos zu sein heißt, dass Gott, der Schöpfer der Welt und all dessen, was in ihr vorzufinden ist, keine ernstzunehmende Option für Orientierung und Korrektur der Menschen hat. Die Folge solchen Verhaltens ist, dass der Mensch sich selbst Zweck und Ziel ist. Was er aushandelt, was er will, was er tut bzw. was er lässt, bestimmt er autonom - ohne Rückbindung an Gott den Schöpfer der Welt. So ist der „entfesselte“ Mensch, frei zu tun und zu lassen was er will, als „erster freigelassener der Schöpfung“ in seiner negativen Freiheit unterwegs in seiner Welt. Was er hervorbringt ist die aus der Entfesselung sichtbar gewordene Rücksichtslosigkeit, die nicht nur das Klima und damit das Wetter Kapriolen schlagen lässt.

Viel mehr als Umweltzerstörung ist die Innenweltzerstörung des Menschen in den Blick zu nehmen. Diese ist schleichend, fast unsichtbar in ihrer Auswirkung für die meisten Zeitgenossen. Was, wenn sie sich global Bahn bricht in nicht mehr einzudämmenden psychischen Krankheiten und aufbrechender brutaler Gewalt? 

Was das Klima betrifft, so wissen alle, die dem Wort Gottes in ihrem Leben eine Option geben, dass der Bund den Gott mit der Erde geschlossen hat, unzerbrechlich ist.
Er lautet: „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“¹
Wohl dem, der in den Wirren der Zeit Gottes Verheißung ernst nimmt. Gerade sie motiviert, sich für die Bewahrung der Schöpfung, und damit für die des Menschen, einzusetzen. (krb)

¹Vgl. 1. Mose 8, 22.