Monatsspruch

April 2017

»Was sucht ihr den Lebendigen bei den Toten?
Er ist nicht hier; er ist auferstanden.
Erinnert euch an das, was er euch gesagt hat,…“ 
– Lukas 24, 5-6

Es ist nicht verwunderlich, wenn Menschen an Jesus Christus vorbeigehen. Es ist nicht überraschend, wenn zunehmend viele Jesus Christus nur noch in ihrem Kinder­glauben erfassen und später unbeachtet lassen. Es ist nicht abwegig, dass der Glaube an Jesus Christus für tot erklärt wird, wenn Theo­logen1 sich bemühen zu beweisen, dass Jesus Christus starb, wie alle Menschen sterben und dann tot bleiben.

Eine Auferstehung der Toten – wer glaubt das noch in einer Zeit-Atmosphäre die alles glaubt, selbst Fake-News, aber das alles Entscheidende nicht in den eigenen Glaubens- und Vorstellungshorizont aufzunehmen bereit ist.

Warum eigentlich nicht?
Der Evangelist Lukas berichtet in seinem Evangelium ausführlich von der Verurteilung, Hinrichtung und Auferstehung des Gottessohnes Jesus Christus.2 Er wusste, dass der ablenkende Blick zu einem Ergebnis kommt, in dem Jesus Christus nicht erscheint, weil er ja tot ist – schließlich starb er, historisch bestätigt, von den Römern gekreuzigt, mit zwei weiteren Verbrechern, einer zu seiner rechten, einer zu seiner linke Seite auf der Schädelstätte Golgatha3, vor Jerusalem.
Der suchende Blick erinnert sich an die Worte Jesu, nach denen er am dritten Tag nach seiner Kreuzigung von den Toten wieder zurück ins Leben kommen würde4. Nicht die Frage: „Wo soll ich suchen?“ oder die Antwort: „Was tot ist bleibt tot, das weiß doch jeder denkende Mensch!“ lenken den Blick in die richtige Richtung. Ausschlaggebend ist der Blick an das Kreuz Jesu Christi, in Erinnerung an seine Worte vor seinem Tod.

Auferstanden aus den Toten – was für eine Botschaft!
Jesus Christus lebt! – wir können es sehen, wenn unser Blick nicht bei den Toten bleibt, sondern sich auf die immer wieder erneuernde Schöpfung nach dem angeblichen Sterben im Winter zuwendet.

Der Tod hat nicht das letzte Wort!
Jesus Christus lebt und hat dem Tode die Macht genommen!5 – wir können diese Wahrheit erleben, wenn wir an das Leben glauben im Angesicht des Todes, wenn wir nach der Wahrheit fragen, im Angesicht der Lüge, wenn wir nach der Hoffnung fragen, im Angesicht der Verzweiflung, wenn wir nach der Liebe fragen, im Angesicht des Hasses.
Immer wenn wir den Blick vom Todbringenden abwenden und uns zum Lebendigmachenden umsehen, erscheint die Auferstehungswahrheit des Jesus Christus.

Wer das erlebt, fragt intensiv nach dem Gottessohn und wird erleben, wie er vom Suchenden zum Findenden kommen wird, denn Gottes Sohn ist auferstanden, so dass der Hass, die Lüge, die Aggression und die Verzweiflung besiegt sind. Doch das erlebt nur, wer Jesus Christus bei den nach Leben dürstenden Menschen sucht!  (kbr)

1Lüdemann, Gerd (2002): Die Auferweckung Jesu von den Toten: Ursprung und Geschichte einer Selbsttäuschung,
  Klampen Verlag.
2Vgl. Lukas, Kapitel 22-24.
3Ebd., 23,32-43.
4Vgl. Markus 8,31.
5Vgl. 2. Timotheus 1,10.